Im Fokus: Pharmazeutische Betreuung bei oraler Antitumortherapie
Februar 4, 2025Heute ist Weltkrebstag. Ein passender Anlass, um auf die pDL „Pharmazeutische Betreuung bei oraler Antitumortherapie“ hinzuweisen. Apothekerinnen und Apotheker können mithilfe dieser pharmazeutischen Dienstleistung maßgeblich zur Wirksamkeit und Sicherheit der ärztlich verordneten Therapien beitragen.
Immer mehr Krebspatient:innen werden mit oralen Antitumortherapeutika behandelt. Diese Arzneimittel sind hochpotent und erfordern eine besondere Beratung. Patient:innen müssen ihren individuellen Einnahmeplan verstehen und wissen, wie sie mit möglichen Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und Nahrungs(ergänungs)mitteln umgehen. Apotheker:innen können mit der pharmazeutischen Dienstleistung „Pharmazeutische Betreuung bei oraler Antitumortherapie“ maßgeblich zur Wirksamkeit und Sicherheit der ärztlich verordneten Therapien beitragen.
Patient:innen, die ambulant ein orales Antitumortherapeutikum neu verordnet bekommen, haben innerhalb von sechs Monaten nach Verordnung Anspruch auf eine „Erweiterte Medikationsberatung“ in der Apotheke. Dies gilt unabhängig davon, wie viele weitere Arzneimittel sie nehmen. Wird ein weiteres Antitumortherapeutikum zu einem späteren Zeitpunkt neu verordnet, besteht erneut Anspruch. Werden gleichzeitig mehrere orale Antitumortherapeutika verordnet, wird die Dienstleistung für alle Arzneimittel gemeinsam angeboten und abgerechnet.
Das Prozedere entspricht dem der „Erweiterten Medikationsberatung bei Polymedikation“. Es werden alle Arzneimittel einbezogen, die der/die Patient:in aktuell einnimmt bzw. anwendet Bei Bedarf erfolgt zwei bis sechs Monate nach der „Erweiterten Medikationsberatung“ ein Folgegespräch in der Apotheke, um potenzielle Anwendungsprobleme, Probleme bei der Therapietreue oder Nebenwirkungen mit der/dem betroffenen Patient:in noch einmal zu besprechen.
Die Dienstleistung zielt darauf ab, die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) durch Erkennen und Lösen bestehender oder Prävention potenzieller arzneimittelbezogener Probleme (ABP) zu erhöhen, die Effektivität der Arzneimitteltherapie zu verbessern und die Therapietreue der Patient:innen zu fördern.
Die pDL „Pharmazeutische Betreuung bei oraler Antitumortherapie“ dürfen nur Apothekerinnen und Apotheker erbringen, die mindestens die Fortbildung „Medikationsanalyse/Medikationsmanagement als Prozess gemäß BAK-Curriculum“ absolviert haben.
Weitere Informationen sowie Arbeitshilfen finden Sie auf der Webseite der ABDA.
Veranstaltungstipp:
Sie möchten Ihre Kompetenzen in der pharmazeutischen Betreuung von onkologischen Patienten vertiefen?
In unserem Weiterbildungsseminar „Tumorerkrankungen, die mit oralen Zytostatika behandelt werden“ am 13. Februar 2025, 9:00 – 18:30 Uhr im Seminarraum der Apothekerkammer Berlin, Littenstraße 10, 10179 Berlin sind noch einige wenige Plätze frei. Sie können sich noch bis zum 6. Februar 2025 anmelden!
Hier geht es direkt zur Buchung: https://portal.akberlin.de/kurs/seminar-10543-kurs-10543/.