Neuer Zeitplan der weiteren ePA-Ausbaustufen

Februar 10, 2025

Der DAV informiert wie folgt: In den vergangenen Wochen und Monaten wurde ein entscheidender Meilenstein für die Digitalisierung des Gesundheitssystems erreicht. Mit der flächendeckenden Anlage von inzwischen rund 70 Millionen ePA-Akten ist ein erster wichtiger Schritt gelungen. Gleichzeitig wird die ePA derzeit durch Leistungserbringende (Apotheken, Ärzte und Krankenhäuser) in den Modellregionen Hamburg, Franken und NRW intensiv getestet.

Aktueller Status

Die beiden Aktensystem-Hersteller haben zum 15. Januar 2025 erfolgreich die Zulassung erhalten, und die Pilotierung in den Modellregionen Hamburg, Franken und NRW ist angelaufen. Erste Fehlerbilder wurden identifiziert und werden derzeit behoben. Der Fokus liegt aktuell auf der Stabilisierung des Gesamtsystems und der weiteren Fehlerbehebung.

Weiteres Vorgehen

Das BMG hat den Gesellschaftern der gematik das Nachfolgende mitgeteilt:

Für den bundesweiten Rollout der ePA sind zwei zentrale Kriterien entschei­dend:

  1. Die ePA muss sich in den Modellregionen bewähren und die notwen­dige Systemstabilität aufweisen.
  2. Zusätzliche technische Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit müssen in Abstimmung mit dem BSI final umgesetzt werden.

Trotz des hohen Engagements aller Beteiligten erfordert die Einführung und nachhaltige Stabilisierung der elektronischen Patientenakte (ePA) zusätz­liche Zeit und Ressourcen. Um eine langfristig zukunftsfähige und belastbare ePA zu gewährleisten, ist eine Anpassung der weiteren Ausbaustufen (Releases) erforderlich.

Vor diesem Hintergrund ist der frühestmögliche Termin des bundes­weiten Roll-Out für Anfang des zweiten Quartals 2025 geplant.

Des Weiteren sind folgende Anpassungen des Zeitplans vorgesehen:

  • Juli 2025: Technisches Zwischen-Release ePA 3.0.5, das vorrangig der Stabilisierung und Optimierung des Systems dient. Darüber hinaus umfasst es auch unter anderem den TI-Messenger, welcher die Kommunikation zwischen Leistungserbringenden und Patienten beinhaltet.
  • März 2026: Major Release ePA 3.1.2, das unter anderem die voll­ständige Umsetzung des digital gestützten Medikationsprozesses (dgMP) und damit auch den elektronischen Medikationsplan (eMP), die Datenausleitung zu Forschungszwecken, die Weiterentwicklung des TI-Messengers auf Basis konkreter Anwendungsfälle sowie eine verbesserte Metadaten- und Volltextsuche enthält.
  • Die Test- und Einführungsphasen zwischen Aktensystemen und Primärsystemen werden künftig noch enger aufeinander abgestimmt.

Die zugrundeliegenden Spezifikationen werden nun entsprechend durch die gematik angepasst und die weitere Planung sowie Umsetzung allen Betei­ligten kommuniziert.

Weitere Informationen zur ePA

Die ABDA hat für Apothekenteams je ein FAQ zu fachlichen und rechtlichen Fragen der elektronischen Patientenakte (ePA) zusammengestellt. Diese und weitere Informationen und Dokumente für Apothekenteams und andere Interessierte zur Digitalisierung in den Apotheken finden Sie hier.

Quelle: Information des DAV an die Geschäftsführer:innen der Apothekervereine/-verbände und die Geschäftsführer:innen und Justitiar:innen der Apothekerkammern der Länder vom 7. Februar 2025