Kartentausch schon vor Ende der Zertifikatslaufzeit möglicherweise nötig
August 12, 2025D-Trust und medisign informieren: Aufgrund der bundesweit verpflichtenden Umstellung von RSA- auf ECC-Zertifikate müssen der IT-Sicherheit wegen die „alten“ Zertifikate zum Neujahr gesperrt werden. Das sind die Vorgaben des Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik, der Bundesnetzagentur sowie der gematik. Betroffen sind Institutionskarten (SMC-B) sowie Heilberufsausweise (HBA) der Generation 2.0 mit sog. RSA-Zertifikaten.
Die Kartenanbieter D-Trust GmbH und medisign GmbH informieren alle betroffenen Karteninhaber:innen automatisch per E-Mail über den notwendigen Austausch. Wer eine solche E-Mail erhält, muss umgehend handeln: Es ist eine Folgekarte zu beantragen, ein Termin mit dem Dienstleister vor Ort (DVO) ist zu organisieren und die Umstellung ist rechtzeitig durchzuführen:
„Fast 20 % der Apotheken haben bereits gehandelt. Sie haben eine neue Institutionskarte sowie 15 % den neuen Heilberufsausweis, beantragt. Nur so bleibt der Zugang zu Telematikinfrastruktur ab dem 01.01.2026 bestehen.
Insgesamt sind deutschlandweit rund 2.500 Institutionskarten (SMC-B) sowie 7.500 Heilberufsausweise (HBA) der Generation 2.0 mit RSA-Zertifikaten betroffen. Demnach dürfen Ausweise, die ausschließlich auf dem Verschlüsselungsverfahren RSA basieren, ab dem 1. Januar 2026 nicht mehr eingesetzt werden – unabhängig von dem auf der Karte ausgewiesenen Gültigkeitsdatum.“
Die ABDA weist eindringlich darauf hin, dass Apotheken, die eine der genannten Komponenten – HBA oder SMC-B – nicht bis spätestens zum 31. Dezember 2025 austauschen, ab dem 1. Januar 2026 den Zugang zur Telematikinfrastruktur verlieren. Ein regulärer Apothekenbetrieb wäre dann nicht mehr möglich. Deshalb ist eine rechtzeitige Rückmeldung an die Kartenanbieter sowie eine aktive Mitwirkung beim Austausch unbedingt erforderlich.
Zusatzinformationen: Checkliste TI-Anbindung Apotheke
Neues Verschlüsselungsverfahren für die Telematikinfrastruktur