Mehr als drei Jahre Krieg: Menschen in der Ukraine brauchen Hilfe
Mai 30, 2025Seit über drei Jahren herrscht Krieg in der Ukraine. Dringend benötigte Arzneimittel, Hilfsmittel, medizinische Geräte und Bedarfsartikel für den Alltag sind vielerorts knapp. Staatliche Hilfen allein können den Bedarf nicht decken. Hilfsorganisationen sind auf Spenden und Unterstützung angewiesen.
Was ist bei Sachspenden (Arzneimittel, Verbandsmaterial etc.) zu beachten?
Die großen Hilfsorganisationen wie Apotheker ohne Grenzen und Deutsches Medikamenten-Hilfswerk action medeor sehen Arzneimittelspenden aus verschiedenen Gründen kritisch und bitten daher um Geldspenden, um bedarfsgerecht geeignete Arzneimittel kaufen und mit erprobter Logistik verteilen zu können. So verständlich der Wunsch von Spenderinnen und Spendern ist, konkrete Hilfsgüter in die Ukraine zu schicken, so ist dies bei Arzneimitteln und medizinischem Material nicht die beste Lösung. Geldspenden an Hilfsorganisationen sind in jeder Hinsicht (Einkauf, Logistik, bedarfsgerechte Sendung an den richtigen Ort) effektiver und bewirken mehr als individuelle Arzneimittelspenden.
Wer diese Organisationen finanziell unterstützen möchte, kann das hier tun:
- Apotheker ohne Grenzen: www.apotheker-ohne-grenzen.de/
- Deutsches Medikamenten-Hilfswerk action medeor: www.medeor.de/Ukraine
Städtepartnerschaft Berlin-Pankow – Riwne
Das Bezirksamt Pankow unterhält eine offizielle Städtepartnerschaft mit der westukrainischen Stadt Riwne und informiert aktuell darüber, dass die medizinische Infrastruktur stark überlastet sei: Kliniken seien überfüllt mit Geflüchteten aus dem Osten des Landes sowie mit verletzten Soldaten. Es fehle an moderner medizinischer Ausstattung – die Ressourcen seien knapp, das Gesundheitssystem stehe unter enormem Druck.
Das Bezirksamt Pankow sucht daher gezielt nach bestimmten medizinischen Geräten und Ausstattungen, die Sie dieser Bedarfsliste entnehmen können. Sollten Ihre Klinik oder Einrichtung medizinisches Gerät oder Mobiliar ausmustern wollen, freut sich Frau Illienko über eine Kontaktaufnahme (Kontaktdaten siehe Bedarfsliste).
Projekt: Prothesen-Werkstatt für Kriegsversehrte
Darüber hinaus fördert die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) derzeit ein Projekt zur Errichtung einer Prothesen-Werkstatt für Kriegsversehrte in Riwne. Das Bezirksamt Pankow fordert hierfür zu Spenden auf. Weitere Details zum Projekt finden Sie hier: Prothesen-Werkstatt für Riwne – Berlin.de
Wir danken herzlich für die Unterstützung!