Tag der Patientensicherheit am 17.09.2020

September 15, 2020

Medikamente einzunehmen, um Leistung zu ermöglichen oder auch zu steigern – dies ist in unserer Gesellschaft ein zunehmend verbreitetes und akzeptiertes Vorgehen. So liegt die Zahl der sich regelmäßig, d.h. täglich oder mindestens einmal im Monat, „dopenden“ Beschäftigten aktuell bei 1,8% der Befragten einer DAK-Studie, dies entspricht ca. 700.000 Arbeitnehmer*innen in Deutschland. Auch Schmerzmittel werden mit einer kritisch zu sehenden Selbstverständlichkeit sogar vorsorglich konsumiert, wie eine Befragung zum Schmerzmittelkonsum im Amateurfußball aufzeigt. Eine besondere Rolle kommt zunehmend den apothekenpflichtigen Schmerzmitteln zu. Hier sind Sie als Apothekerinnen und Apotheker eine wichtige Aufklärungs- und Schutzinstanz.

„Zwischen Selbstoptimierung und Arzneimittelmissbrauch“ war das Thema unseres 5. Berliner Fortbildungskongresses im letzten Jahr. Gemeinsam mit vielen Beteiligten der Suchthilfe in Berlin haben wir gemeinsam erarbeitet, wie wir Missbrauch und Sucht begegnen können und welche Möglichkeiten der Unterstützung es in unserer Stadt gibt. Um diese Zusammenarbeit fortzuführen, hat die Fachstelle für Suchtprävention eine Awareness-Woche vorbereitet. Sie können dazu mit Beratungsstellen in Ihrer Nähe Kontakt aufnehmen und einen gemeinsamen Tag der Patientensicherheit vorbereiten. Hintergrundmaterial finden Sie hier.

„Medikamentengebrauch – richtig (&) gut beraten“, vom 12. bis 20.09.2020, und insbesondere zum Tag der Patientensicherheit am 17.09.2020 möchte die Berliner Initiative gegen Medikamentenmissbrauch Sie einladen, Ihre Kundinnen und Kunden verstärkt zum achtsamen Umgang mit Arzneimitteln anzuregen.

Fachstelle für Suchtprävention Berlin

Sucht und Drogenberatungsstellen/Alkohol- und Medikamentenberatungsstellen

Link zum Aktionstag für Patientensicherheit

Nutzen Sie doch den diesjährigen Welttag der Patientensicherheit dazu, auch in Zeiten von Corona, Ihre Patienten gezielt zum Thema Missbrauch zu informieren und zu beraten und gemeinsam mit einer Beratungsstelle aus Ihrem Bezirk zusammenzuarbeiten.

Viel Erfolg!